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BLICKWINKEL

3 Fragen Klumpp Boethe

... Research Technician Sabine Weber und den wissenschaftlichen Mitarbeiter Dirk Ritzmann.

BRAIN: Woran arbeiten Sie gerade?

Sabine Weber: Ich unterstütze zurzeit eine interne Screeningkampagne, bei der wir nach Agonisten bzw. Enhancern sowie Antagonisten für drei verschiedene Targets aus der Familie der TRP-Ionenkanäle suchen, die ihre Anwendung im Bereich Nahrungsmittel- und Kosmetikindustrie finden. Die Ressourcen sind natürlichen Ursprungs sowie (semi)synthetisch. Insgesamt umfassen die Testungen ca. 15 000 Substanzen.

Dirk Ritzmann: Wir arbeiten gerade an der Entdeckung und Weiterentwicklung von Antiperspirantien, also natürlichen Substanzen, die die Schweißbildung beim Menschen reduzieren. Ein Ziel dabei ist, das bisher häufig verwendete Aluminiumchlorid ersetzen zu können. Neben dem Screening nach solchen Substanzen zählt auch die Weiterentwicklung unseres Zellmodellsystems zu meinen Aufgabengebieten.

BRAIN: Worin liegt der besondere Reiz dieses Projekts?

Sabine Weber: Die Kampagne stellt das erste große Screeningprojekt dar, das an einem neuen Gerät durchgeführt wird. Die Möglichkeiten dieses Messgeräts lassen – aufgrund zeitgleicher Detektionen im 96er Maßstab – eine deutliche Effizienzsteigerung zu sowie Testungen von Ago- bzw. Antagonisten innerhalb eines Messprotokolls. Diese Möglichkeiten nutzen und ausschöpfen zu können sowie die Protokolle und die optimale, effizienteste Vorgehensweise zu etablieren, ist sehr reizvoll und spannend.

Dirk Ritzmann: Die Schweißbildung in der Haut ist ein komplexer, aber umso interessanterer und wichtiger Prozess, bei dem viele Ionenkanäle eine Rolle spielen. Diesen Prozess messbar machen zu können hat mich schon immer fasziniert. Darüber hinaus ist das Projekt in seinen Anforderungen sehr abwechslungsreich und bietet neben Zellkulturarbeiten auch viel Auseinandersetzung mit dem Bereich Molekularbiologie.

BRAIN: Wie sind Sie zu diesem Projekt gekommen?

Sabine Weber: Ich bin seit vielen Jahren im Bereich der Zellbiologie in Screeningkampagnen involviert und habe speziell mit den ausgewählten Zellinien und Ionenkanälen Erfahrungen gesammelt, die ich zielunterstützend in dieses Projekt einbringen kann.

Dirk Ritzmann: Nach meiner Ausbildung in der Qualitätssicherung von Kosmetikprodukten wollte ich noch mehr Facetten des Ausbildungsberufs Biologielaborant kennenlernen. Das aktuelle Projekt beinhaltet sehr viel Zellkulturarbeiten – ein Bereich, der mir in der Ausbildung bereits sehr reizvoll erschien.

Sabine Weber

Sabine Weber absolvierte von 1992 bis 1995 ihre Ausbildung zur Chemisch-technischen Assistentin mit Zusatzqualifikation zur Umwelt-technischen Assistentin am Naturwissenschaftlichen Technikum Landau. Ihr Berufseinstieg fand bei der PromoCell GmbH in Heidelberg statt. Seit 1998 ist sie bei BRAIN im Bereich Molekulare Zellbiologie tätig, mit Schwerpunkten auf molekularbiologischen Arbeiten zur Etablierung stabiler Zelllinien für Screenings und deren anschließender Planung und Durchführung.

Dirk Ritzmann

Nach seinem Abitur absolvierte Dirk Ritzmann ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Johanniter Unfall-Hilfe e. V. Der Einstieg in die Berufsausbildung zum IHK-geprüften Biologielaboranten erfolgte 2011 im Ausbildungsverbund der BASF SE mit dem Kooperationspartner Win Cosmetic GmbH & Co. KG in Flörsheim-Dalsheim. Seit 2015 arbeitet Dirk Ritzmann bei BRAIN und widmet sich seit 2016 zusätzlich dem Fernstudiengang Molekularbiologie der Springer Verlag GmbH.

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