Presse

BRAIN AG erweitert Patentschutz für Aurase®-Enzym zur Behandlung chronischer Wunden

Die B.R.A.I.N. Biotechnology Research and Information Network AG („BRAIN AG“; ISIN DE0005203947 / WKN 520394) hat weitreichenden Patentschutz für ein neu entwickeltes Enzym mit dem Produktnamen Aurase® erzielt. Für insgesamt 20 Länder in Europa, Asien, Nordamerika, Ozeanien und Afrika wurden damit Voraussetzungen für die spätere Vermarktung von Aurase® basierten Anwendungen für die Haut- und Narbenbehandlung sowie den stark wachsenden Markt für die Versorgung chronischer Wunden geschaffen. Die Aurase®-Entwicklung zählt zum Portfolio des BRAIN-Geschäftssegments BioIndustrial. BRAIN evaluiert aktuell konkrete Einsatzmöglichkeiten von Aurase® und führt Gespräche hinsichtlich verschiedener Vermarktungsoptionen mit Industriepartnern.

Enzyme sind Proteine, die als Biokatalysatoren biochemische Reaktionen schneller ablaufen lassen. Die belebte Natur bietet eine reiche Sammlung dieser lebensnotwendigen Biomoleküle. Bei der von der BRAIN entwickelten Aurase® handelt es sich um ein naturbasiertes Enzym der Familie der Serinproteasen, welche Proteine oder Peptide spalten können.

Die kommerzielle Nutzung des Enzyms Aurase® hat sich BRAIN frühzeitig für bereits in Entwicklung befindliche sowie zukünftige Produkte und mögliche Kooperationen patentrechtlich schützen lassen (WO 2010/099955). Abgedeckt sind nun die potenziell wichtigsten Einstiegsmärkte: Neben 13 europäischen Ländern (Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Österreich, Polen, Schweden, Schweiz, Spanien) zählen hierzu in Nordamerika die USA und Kanada, in Asien China, Japan und Hongkong und darüber hinaus Australien und Südafrika. Zuletzt kam die Patentvalidierung in Kanada hinzu, die finale Bestätigung in Indien steht noch aus. Zu den geschützten Anwendungsgebieten zählen die Haut- und Narben- sowie die Wundbehandlung.

Behandlung chronischer Wunden
Die Anzahl von Patienten mit chronischen Wunden ist in Deutschland, Europa und anderen Weltregionen steigend. Fachstellen gehen aktuell bei steigender Tendenz von etwa drei bis vier Millionen Menschen mit chronischen Wunden allein in Deutschland aus. Vor allem ältere Menschen sind betroffen, daher wirkt sich der demographische Wandel auf die Erkrankungszahlen aus. Ein weiterer Faktor sind ernährungsbedingte Krankheitsbilder wie Übergewicht, Diabetes oder Mangelernährung.

Aurase® bietet die Möglichkeit, die Wundbettkonditionierung und schonende Behandlung chronischer Wunden in Kliniken und Arztpraxen sowie bei der häuslichen Pflege zu verbessern. In umfangreichen Tests erwies sich Aurase® als effizient und gut verträglich. In den Laboren der BRAIN sind derweil Entwicklungsarbeiten weit fortgeschritten, die auf deutlich verbesserte Produktionsverfahren zur Aurase®-Herstellung zielen. Die Entwicklung des Enzyms Aurase® zählt zum Portfolio des BRAIN-Geschäftssegments BioIndustrial.

„Mit Aurase® bauen wir unser Geschäftssegment BioIndustrial weiter aus. In diesem Segment geht es um die Entwicklung und Vermarktung unserer Produkte und Produktkomponenten über eigene Vertriebswege oder gemeinsam mit Partnerunternehmen“, sagt Dr. Jürgen Eck, CEO der BRAIN AG. „Der umfassende patentrechtliche Schutz unserer Erfinderleistung ist hierfür eine wichtige Voraussetzung.“

Das jährliche Umsatzvolumen des von BRAIN potenziell adressierbaren Marktes in der Wundversorgung wird von Experten allein für Europa auf über 100 Mio. Euro geschätzt. Hieran will BRAIN mit Aurase®basierten Produkten partizipieren.

Vorbild und Forschungsleistung der BRAIN
Das Vorbild der Aurase®-Entwicklung fanden BRAIN-Forscher in der weit verbreiteten Goldfliege (Lucilia sericata). Seit dem ausgehenden Mittelalter ist bekannt, dass offene Verletzungen, die von Goldfliegenmaden befallen werden, verbesserte Heilungsverläufe zeigen können.

In den Laboren der BRAIN AG ist es gelungen, exakt jenes Madenenzym zu identifizieren, welches Fibrin, einen Hauptbestandteil des Wundbelags, auflöst, ohne dabei gesundes Gewebe anzugreifen. In einem weiteren Schritt wurde ein biotechnologisches Verfahren entwickelt, mit dem das aktive Enzym in großen Mengen und hoher Reinheit hergestellt werden kann. Grundlage ist hierbei eine Hefekultur.

Der Produktname Aurase® wurde von BRAIN-Forschern in Anlehnung an den lateinischen Begriff Aurum (Gold) und damit als Hinweis auf das natürliche Vorkommen des Enzyms in der Made der Goldfliege gewählt.

„Das Enzym Aurase® ist ein anschauliches Beispiel für die enorme und noch weitgehend unerschlossene Biodiversität, die wir auch in unserem eigenen Bioarchiv vorhalten. Als Unternehmen der Bioökonomie haben wir uns darauf spezialisiert, diesen Schatz für naturbasierte Anwendungen vielfältiger Produktbereiche zu erschließen“, sagte Dr. Jürgen Eck.