Bioökonomie

Die nächste industrielle Transformation wird von der Bioökonomie geprägt – BRAIN liefert Antworten für ein nachhaltiges Wirtschaften.

Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft sind sich einig: Das Zeitalter der Bioökonomie hat längst begonnen. Biologisches Wissen ist ihr Treiber. In der Weißen Biotechnologie sehen viele bereits heute einen Motor des nächsten, innovationsgetragenen Wirtschaftszyklus. Das Ziel: Die Biologisierung der Industrie.

Die Bundesregierung hat erkannt, dass in Deutschland eine Rohstoffwende stattfinden muss. Unter Klima- und Umweltschutzaspekten ist die Verwendung fossiler Ressourcen nicht mehr zukunftsfähig.

Prof. Dr. Joachim von Braun, Ratsvorsitzender des Bioökonomierats

Das fortschreitende Wachstum der Weltbevölkerung, die Verknappung der Ressourcen und der globale Klimawandel fordern ein großräumiges Umdenken. Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Gesellschaft stehen neuen Herausforderungen gegenüber. Bioökonomie ist das Modell, das für diese drängenden Zukunftsfragen innovative Lösungen und neue Perspektiven bietet. Es beendet die Abhängigkeit von Rohstoffen zu Gunsten von mehr Nachhaltigkeit, Natur- und Klimaschutz.

Biologisierung von Industrien – Zusammenhänge neu denken

Der Begriff „Bioökonomie“ wurde 2003 von der OECD geprägt und hat das politische und ökonomische Denken weltweit beeinflusst. Er umfasst deutlich mehr als den Komplex aus Forschung und Technologie, Rohstoffen und Verwertung. Als vernetztes System markiert Bioökonomie den Wandel ganzer Industrien und Wertschöpfungsketten. In diesem Verständnis werden nicht nur aus technologischer Perspektive Genregrenzen überschritten, sondern interdisziplinär völlig neue Wertschöpfungsgrundlagen gebildet. Dies ermöglicht neue Konzepte für eine nachhaltigere und klimaschonende Versorgung mit Ressourcen und Produkten.

Der Vorteil: Bioökonomie kann auf vorhandenen Industrieprozessen aufbauen. Deshalb wird sie eine Eigendynamik entwickeln und als Querschnittstechnologie viele unterschiedliche Akteure branchenübergreifend und interdisziplinär zusammenführen – begleitet von einem gesellschaftlichen Umdenkprozess in globalen Dimensionen.

Weiße Biotechnologie – ein Grundpfeiler der Bioökonomie

Weiße Biotechnologie steht für eine Transformation von elementarer Qualität: Die Aufnahme von biotechnischen Methoden in die industrielle Produktion. Aufbauend auf dem „Werkzeugkasten der Natur“ ermöglicht sie die Konstruktion von Mikroorganismen und Synthesewegen, mit denen sich neuartige Produkte und Materialien aus Naturstoffen entwickeln lassen. Sie nutzt die biologische Kreativität aus 3,5 Milliarden Jahren Evolution zur Entwicklung von bioaktiven Enzymen und Naturstoffen. So können zahlreiche industrielle Prozesse effektiver, umweltfreundlicher und nachhaltiger gestaltet werden.

Auf dem Weg zu einer bio-basierten Wirtschaft sind zukunftsfähige Konzepte und Technologien gefragt, die sich an natürlichen Stoffkreisläufen orientieren. Eine substantielle Umstellung von chemischen auf biologische Prozesse wird erdölabhängige Verfahren ersetzen. Dadurch werden neuartige Produkte und Lösungen in bestehenden und in Zukunftsmärkten etabliert. In der Innovationskraft der „weißen“ industriellen Biotechnologie steckt ein breit gefächertes Potential, das sie zu einem Treiber dieses ökonomischen Prozesses macht.

Politischer Rückenwind

In der 2010 für die EU-Kommission veröffentlichten Wirtschaftsstrategie wird die Etablierung einer nachhaltigen, biobasierten Wirtschaftsform als Schlüsselaktion von zentraler Bedeutung für Europa bezeichnet. Mit der EU-Bioökonomiestrategie und dem damit verbundenen Aktionsplan wurde dieser Kurs noch präzisiert. Durch die Einrichtung eines „Bioeconomy Panels“ und eines „Bioeconomy Observatory“ soll die Effektivität der politischen Maßnahmen dokumentiert und begleitet werden.

2010 wurde die „Nationale Forschungsstrategie Bioökonomie 2030“ angestoßen, gefolgt von der „Nationalen Politikstrategie Bioökonomie“ im Jahr 2014.
Aktuell generiert die EU-Bioökonomie laut Verband der Chemischen Industrie Umsätze von über zwei Trillionen Euro mit mehr als 22 Millionen Mitarbeitern. In Deutschland erwirtschaften etwa zwei Millionen Menschen einen Jahresumsatz von rund 300 Milliarden Euro (Quelle: VCI).

Das System der Bioökonomie leistet somit bereits heute einen herausragenden Beitrag für die deutsche und europäische Wirtschaft – und wird weltweit weiter an Bedeutung gewinnen. Zu diesem Fazit, gelangt auch der Bioökonomierat in einer aktuellen Stellungnahme.

Wegweisende Projekte

BRAIN hat dieses Potenzial früh erkannt. Als Unternehmen der Weißen Biotechnologie nutzt es erfolgreich die ganze Dynamik dieser industriellen Transformation. Gemeinsam mit renommierten Kooperationspartnern realisiert das Unternehmen Projekte, die für bioökonomische Prozesse wegweisend sind. Zusätzlich nutzt BRAIN als vollintegriertes Industrieunternehmen die gesamte Wertschöpfungskette, um Produkte direkt am Markt zu platzieren. Strategisches Prinzip ist die enge Verzahnung von Forschung, Entwicklung und Anwendung. Das ist wissenschaftliche Referenz von wirtschaftlich-politischer Relevanz.

Auf einen Blick

  • Bioökonomie bietet Lösungen und neue Perspektiven für entscheidende Zukunftsfragen. Sie steht für eine nachhaltige und vorausschauende Wirtschaft.
  • Die „weiße“ industrielle Biotechnologie liefert die entscheidenden Impulse für den Systemwandel von chemischen auf biologische Prozesse.
  • Die Tragweite dieser Entwicklung wurde von Politik und Wirtschaft erkannt und wird in zunehmendem Maße vorangetrieben. Die Biowissenschaften sind auf der politischen Agenda angekommen.
  • BRAIN ist seit 1993 erfolgreich in dieser neuen zukunftsrelevanten Branche tätig.